Minerva Frontier Agents

Autonome Agenten, die im Hintergrund arbeiten

Was sind Noreja Frontier Agents

Frontier Agents sind autonom arbeitende, KI-gestützte Agents innerhalb von Noreja, die im Hintergrund kontinuierlich an einer konkreten Fragestellung arbeiten. Statt nur auf einzelne, manuelle Analysen zu reagieren, verfolgen sie ein Ziel über längere Zeit hinweg: Sie beobachten Entwicklungen, erkennen Veränderungen, prüfen Hypothesen und liefern proaktiv Ergebnisse – immer bezogen auf den Prozess- und Wissenskontext, der in Noreja verfügbar ist.

Ein wichtiger Punkt dabei: Frontier Agents sind keine einmaligen „Abfragen“, sondern eher digitale Teammitglieder, die dauerhaft „dranbleiben“. Sie analysieren fortlaufend Daten und Modelle, behalten definierte Kennzahlen oder Regeln im Blick und melden sich, sobald sich etwas Relevantes ergibt – z. B. wenn die Prozess-Performance abweicht, wenn sich Datenquellen verändern oder wenn Compliance-Risiken entstehen.

Autonom, aber kontrollierbar: Starten und Beenden durch Nutzer

Frontier Agents arbeiten zwar autonom, bleiben aber vollständig durch Nutzer steuerbar. Das bedeutet:

Users können Agents gezielt anstoßen, z. B. mit einer konkreten Fragestellung („Warum steigt die Durchlaufzeit im letzten Monat?“) oder einem Überwachungsauftrag („Prüfe fortlaufend, ob kritische Compliance-Regeln verletzt werden.“).

Agents können jederzeit beendet werden, wenn die Aufgabe abgeschlossen ist oder nicht mehr benötigt wird.

Optional lässt sich die Arbeit typischerweise in klare Ziele, Zeiträume oder Trigger (z. B. bei Abweichungen) fassen, damit der Agent genau weiß, worauf er sich konzentrieren soll.

So entsteht eine Balance aus Autonomie im Hintergrund und Transparenz/Kontrolle im Vordergrund.

Datengrundlage: Wie Frontier Agents in Noreja „Wissen“ nutzen

Damit Frontier Agents nicht isoliert arbeiten, stützen sie sich primär auf die Wissens- und Datenbausteine, die Noreja bereitstellt. Insbesondere nutzen sie drei zentrale Quellen:

Event Knowledge Graph
Der Event Knowledge Graph ist die zentrale Datengrundlage für prozessbezogene Intelligenz: Hier sind alle Prozessmodelle gespeichert. Frontier Agents nutzen diese Modelle, um Prozessabläufe zu verstehen, Varianten zu erkennen, Abweichungen einzuordnen und Auswirkungen von Änderungen zu bewerten.

Hochgeladener Kontext (Dokumente)
Zusätzlich können Users Dokumente als Kontext bereitstellen – z. B. Richtlinien, Arbeitsanweisungen, Audit-Nachweise, Definitionskataloge, SLAs oder Prozessbeschreibungen. Frontier Agents verwenden diesen Kontext, um Analysen besser zu interpretieren (z. B. „Was gilt als Verstoß?“ oder „Welche KPI-Definition ist maßgeblich?“) und Ergebnisse in der Sprache eurer Organisation aufzubereiten.

Central Knowledge Graph (Tool-Wissen, Features, Funktionen)
Der Central Knowledge Graph enthält Informationen zu Funktionen, Features und Verhalten der Noreja-Tools. Damit können Frontier Agents nicht nur Ergebnisse liefern, sondern auch sinnvoll erklären, wie etwas in Noreja umgesetzt werden kann – z. B. welche Auswertung, welches Feature oder welche Modellierungsoption zur Lösung passt.

Durch diese drei Quellen sind Frontier Agents in der Lage, prozessnah, kontextsensitiv und plattformintegriert zu arbeiten – statt nur generische Aussagen zu machen.


Erste Frontier Agents

1) Analyst Andy

Fokus: Prozess-Performance im Blick behalten, Abweichungen verstehen, Optimierungspotenziale aufzeigen.
Analyst Andy überwacht kontinuierlich die Performance eurer Prozesse und erkennt, wenn sich Kennzahlen wie Durchlaufzeit, Wartezeiten, Rework, Kosten oder SLA-Erfüllung auffällig verändern. Dabei bleibt es nicht bei der reinen Feststellung von Abweichungen: Andy identifiziert wahrscheinliche Ursachen (z. B. bestimmte Varianten, Engpass-Stellen, Workload-Spitzen oder systematische Schleifen) und leitet daraus konkrete Optimierungspotenziale ab. Das Ziel ist, dass Teams nicht erst reagieren, wenn es „brennt“, sondern frühzeitig Hinweise bekommen, was sich verändert und warum.

2) Builder Benny

Fokus: Änderungen am Prozessmodell vorschlagen, Schemaänderungen erkennen, Datenimporte überwachen.
Builder Benny unterstützt dort, wo Prozesse und Daten sich dynamisch verändern: Er schlägt Änderungen oder Weiterentwicklungen am Prozessmodell vor, wenn neue Varianten entstehen oder bestehende Modellannahmen nicht mehr zur Realität passen. Zusätzlich hilft Benny dabei, Schemaänderungen in Datenquellen frühzeitig zu erkennen (z. B. neue Felder, geänderte Formate, umbenannte Attribute) und überwacht Datenimporte sowie deren Performance. Dadurch sinkt das Risiko, dass Analysen „still“ schlechter werden, weil Daten sich verändert haben – und Teams bekommen schnelle, konkrete Hinweise, was angepasst werden sollte.

3) Compliance Conny

Fokus: Compliance überwachen, Prozessausführung anhand von Kontext validieren, Reports erstellen.
Compliance Conny ist auf Governance- und Compliance-Themen spezialisiert. Sie überwacht definierte Compliance-Anforderungen und validiert die tatsächliche Prozessausführung anhand von Kontextdaten – z. B. Richtlinien, Prüfkriterien oder verpflichtende Prozessschritte, die in hochgeladenen Dokumenten beschrieben sind. Conny erkennt Auffälligkeiten (z. B. fehlende Freigaben, falsche Reihenfolgen, unzulässige Varianten) und erstellt daraus Compliance-Reports für Stakeholder – klar nachvollziehbar, prüfbar und im Kontext eurer Organisation formuliert.

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