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title: "Entitäten erklärt"
url: "https://docs.noreja.com/de/article/entitaeten-erklaert"
language: "de"
last_updated: "2026-10-23T08:26:51.763Z"
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# Entitäten erklärt

Was eine Entität ist, wie ihre Objekte und Datenbeziehungen die Tabellen einer Datenquelle zu Aktivitäten und Geschäftsfällen machen und was eine gültige Entität braucht, am Beispiel Purchase-to-Pay.

Eine Entität sagt Noreja, wie die Tabellen einer Datenquelle zusammenhängen: welche Zeilen Ereignisse des Prozesses sind, wann sie stattgefunden haben und welche Zeilen verschiedener Tabellen zusammengehören. Datenspezialistinnen und -spezialisten richten eine Entität einmal ein; Prozessanalystinnen und -analysten bauen darauf Perspektiven auf, ohne die Tabellen kennen zu müssen. Diese Seite erklärt am Beispiel Purchase-to-Pay, woraus eine Entität besteht. Ältere Unterlagen nennen Entitäten „Entity-Graph“; gemeint ist dasselbe.

### Von der Datenquelle zur Perspektive

Im Builder bauen die drei Menüpunkte aufeinander auf:

-   **Datenquellen**: die Verbindung zu einer Datenbank oder einem System, zum Beispiel die Datenquelle „Demo“ mit den Einkaufstabellen.
-   **Entitäten**: welche Tabellen verwendet werden, als welche Ereignisse und wie sie verbunden sind. Jede Entität gehört zu genau einer Datenquelle, die sich später nicht ändern lässt. Eine Datenquelle kann mehrere Entitäten haben.
-   **Perspektive**: die Sicht auf einen Prozess, aufgebaut auf einer Entität, mit der erwarteten Reihenfolge der Aktivitäten. Jede Perspektive verwendet eine Entität; eine Entität kann mehrere Perspektiven tragen, und jede davon verwendet nur die Aktivitäten, die sie braucht. Eine Perspektive auf die Rechnungsbearbeitung kann zum Beispiel die Bestellaktivitäten weglassen, die eine Perspektive auf den gesamten Einkaufsprozess enthält.

![Diagramm: Die Tabellen dbo.bestellung, dbo.bestellposition und dbo.zahlung der Datenquelle werden zu den Objekten Bestellung erstellt (eine Zeile = eine Bestellung), bestellposition angelegt (eine Zeile = eine Position) und zahlung innerhalb skontofrist (eine Zeile = eine Zahlung, nur Zeilen mit skonto_genutzt = 'ja'), und diese werden zu Aktivitäten der Perspektive](https://cdn-assets.productfruits.com/ebeb5be5-7355-4447-b743-6b60be7117fd)

Die Entität Purchase-to-Pay verwendet die Tabellen der Datenquelle „Demo“. Sie hat 24 Objekte, verbunden durch 23 Datenbeziehungen:

![Die Entität Purchase-to-Pay im Builder: links die Tabellen der Datenquelle mit der Angabe, wie oft jede verwendet wird, rechts die 24 Objekte als Baum, zum Beispiel Bestellung erstellt in der Mitte mit den Bestellpositionen, der Rechnung und der Bestellanforderung darum herum](https://cdn-assets.productfruits.com/939fbc68-6e44-428e-a1c5-5bc1c2d4a8ff)

### Objekte: eine Art von Ereignis

Ein Objekt ist eine Tabelle der Datenquelle, die du in die Entität setzt. Es beschreibt eine Art von Ereignis, und jedes Objekt wird zu einer Aktivität: In Perspektiven und im Analyzer erscheint es unter dem Namen, den du bei **Aktivitätsname** einträgst. Jede Zeile, die das Objekt liest, ist eine Ausführung dieser Aktivität mit eigenem Zeitstempel.

Eine Tabelle kann für mehrere Objekte verwendet werden, die jeweils nur einen Teil ihrer Zeilen lesen. In Purchase-to-Pay ergibt die Zahlungstabelle dbo.zahlung drei Objekte: „Zahlung ausgeführt“, „zahlung innerhalb skontofrist“ und „zahlung außerhalb skontofrist“. „zahlung innerhalb skontofrist“ liest zum Beispiel nur die Zahlungen innerhalb der Skontofrist. In der Tabellenliste zeigen die Zahlen hinter jeder Tabelle, wie oft sie verwendet wird: dbo.bestellung (3/5) wird von drei Objekten verwendet, die untereinander und mit anderen Objekten fünf Datenbeziehungen haben.

Klicke mit der rechten Maustaste auf ein Objekt und wähle **Bearbeiten**, um seine Einstellungen zu öffnen (**Objekt konfigurieren**):

![Objekt konfigurieren für zahlung innerhalb skontofrist aus der Tabelle dbo.zahlung: Aktivitätsname, Startzeitstempel zahlung_ausgefuehrt_am, ein leerer Änderungszeitstempel, der eindeutige Schlüssel mit ausgewähltem zahlung_id und unter Erweiterte Abfragen die WHERE-Klausel skonto_genutzt = 'ja'](https://cdn-assets.productfruits.com/212aee7f-9e4e-4d20-872e-a717de93d22d)

| Einstellung | Was sie bewirkt |
| --- | --- |
| **Aktivitätsname** | Der Name der Aktivität in Perspektiven und im Analyzer. Er muss innerhalb der Entität eindeutig sein und darf bis zu 100 Zeichen haben. |
| **Startzeitstempel** | Pflicht: die Datums- und Zeitspalte, die sagt, wann das Ereignis stattgefunden hat. Alle Zeiten im Analyzer werden daraus berechnet. |
| **Änderungszeitstempel** | Optional: wann das Ereignis geändert wurde, zum Beispiel bei einer späteren Korrektur einer Bestellung. Er wird nur verwendet, wenn er nach dem Startzeitstempel liegt. |
| **Eigenschaften** | Die Spalten, die mit jeder Ausführung mitkommen, zum Beispiel Beträge oder ein Status. Sie erscheinen in den Details im Analyzer und lassen sich für Filter verwenden. |
| **Eindeutiger Schlüssel** | Die Spalten, die zusammen ein Ereignis identifizieren, standardmäßig der Primärschlüssel der Tabelle. Wenn die ausgewählten Spalten nicht jede Zeile eindeutig identifizieren, bekommen verschiedene Ereignisse denselben Schlüssel und lassen sich nicht mehr unterscheiden. |
| **Erweiterte Abfragen** | Die **WHERE-Klausel** begrenzt, welche Zeilen das Objekt liest, wie oben bei zahlung innerhalb skontofrist. Die **JOIN-Klausel** fügt Spalten anderer Tabellen als Eigenschaften hinzu, zum Beispiel Lieferantendaten zu einer Bestellung. |

Ein Objekt gilt als konfiguriert, sobald seine Abfrage ohne Fehler gelaufen ist: **Bestätigen** testet und speichert es, **Entwurf speichern** hält es unfertig fest. Nicht konfigurierte Objekte sind auf der Arbeitsfläche hervorgehoben, und die Entität lässt sich erst importieren, wenn jedes Objekt konfiguriert ist. Siehe [Objekte und Beziehungen konfigurieren](https://docs.noreja.com/de/article/new-article-39).

Im selben Menü findest du **Kontext**: Wissen über diese Aktivität für Minerva, zum Beispiel was eine manuelle Klärung bedeutet und wann sie nötig ist. Siehe [Kontext Hub: Wissen für Minerva](https://docs.noreja.com/de/article/kontextualisierung-von-wissen-fur-minerva-ai).

### Datenbeziehungen: welche Zeilen zusammengehören

Eine Datenbeziehung verbindet zwei Objekte. Sie sagt, welche Zeilen des einen zu welchen Zeilen des anderen gehören, indem sie Spalten mit gleichem Wert einander zuordnet, wie ein Join in einer Datenbank. Klicke mit der rechten Maustaste auf die Linie zwischen zwei Objekten und wähle **Bearbeiten**, um **Datenbeziehung konfigurieren** zu öffnen:

![Datenbeziehung konfigurieren von Bestellung erstellt (dbo.bestellung) zu bestellposition angelegt (dbo.bestellposition): Unter Mit Mapping ist die Spalte bestellung_id der Positionstabelle der Spalte bestellung_id der Bestelltabelle zugeordnet](https://cdn-assets.productfruits.com/a4bcc795-aa74-4359-a4a3-e38f5e340e98)

-   **Verbindungsfeld**: welche Spalte der einen Tabelle zu welcher Spalte der anderen passt. Hier gehört eine Position zu der Bestellung mit derselben bestellung\\\_id.
-   **Cross-Tabelle**: eine Tabelle dazwischen, für Tabellen ohne gemeinsame Spalte.
-   **Mit Bedingung**: eine zusätzliche Bedingung für die Zuordnung.

Eine Zeile kann zu mehreren Zeilen auf der anderen Seite passen: Eine Bestellung mit drei Positionen ist mit allen dreien verbunden. Daher kommen die Anzahlen und Kardinalitäten im Prozessgraphen; siehe [Anzahlen und Kardinalitäten](https://docs.noreja.com/de/article/deep-dive-kardinalitaten). Die Richtung des Pfeils spielt für den Prozess keine Rolle: Die erwartete Reihenfolge der Aktivitäten wird in der Perspektive festgelegt.

### Wie Geschäftsfälle entstehen

Welche Zeilen einen Geschäftsfall bilden, wird in der Perspektive entschieden: Die Prozessanalystin oder der Prozessanalyst wählt das Objekt, dessen Schlüssel die Geschäftsfall-ID ist, zum Beispiel die Bestellung; siehe [Eine Perspektive erstellen](https://docs.noreja.com/de/article/erstellen-einer-dimension-kausale-hypothese). Noreja sammelt dann für jeden Fall die Ausführungen, die von diesem Objekt aus entlang der Datenbeziehungen erreichbar sind. Deshalb muss jedes Objekt mit den anderen verbunden sein.

### Was eine gültige Entität braucht

-   Mindestens zwei Objekte.
-   Alle Objekte zu einem Netz verbunden, ohne getrennte Gruppen. Sonst bricht der Import mit *Each entity graph needs to be a connected graph.* ab.
-   Jedes Objekt und jede Datenbeziehung konfiguriert. Sonst nennt der Import das nicht konfigurierte Element, zum Beispiel *Activity … is not configured*.
-   Für jedes Objekt ein Startzeitstempel und mindestens eine Spalte im eindeutigen Schlüssel.

Wir empfehlen, die Objekte als Stern oder Baum anzuordnen, wie in Purchase-to-Pay: Dann ist jedes Objekt vom Geschäftsfall-Objekt aus auf genau einem Weg erreichbar, und die Fälle bleiben leicht nachvollziehbar. Noreja akzeptiert auch geschlossene Schleifen aus Datenbeziehungen, aber der Weg zwischen zwei Objekten ist dann nicht mehr eindeutig. Siehe [Best Practices für die Modellierung von Entitäten](https://docs.noreja.com/de/article/best-practices-fuer-die-modellierung-von-entitaeten).

### Eigenes Objekt oder Eigenschaft?

Mache eine Tabelle zu einem eigenen Objekt, wenn sie ein Ereignis mit eigenem Zeitstempel festhält, etwa eine Bestellung, einen Wareneingang oder eine Zahlung. Tabellen ohne eigene Ereignisse, etwa Lieferanten oder Materialien, fügst du besser über die JOIN-Klausel als Eigenschaften zu einem Objekt hinzu; siehe [Eigenschaften aus verbundenen Tabellen nutzen](https://docs.noreja.com/de/article/eigenschaften-aus-verbundenen-tabellen-nutzen). In Purchase-to-Pay sind die Tabellen dbo.lieferant und dbo.material ausgewählt, aber nicht als Objekte verwendet (0/0).

### Importieren

Beim Import einer Entität werden die Daten aus der Quelle gelesen: ein Schritt pro Objekt und pro Datenbeziehung, dann **Modell importieren**. Der Import einer Perspektive arbeitet anschließend mit diesen importierten Daten und liest die Quelle nicht erneut. Die Liste **Entitäten** zeigt für jede Entität, ob sie importiert ist und wie der letzte Import gelaufen ist. Siehe [Entitäten und Perspektiven importieren: Status und Fehler](https://docs.noreja.com/de/article/entitaeten-und-perspektiven-importieren-status-und-fehler).

### Verwandte Artikel

-   [Eine Entität erstellen, manuell oder mit Vorschlägen](https://docs.noreja.com/de/article/eine-entitaet-erstellen-manuell-oder-mit-vorschlaegen)
-   [Objekte und Beziehungen konfigurieren](https://docs.noreja.com/de/article/new-article-39)
-   [Best Practices für die Modellierung von Entitäten](https://docs.noreja.com/de/article/best-practices-fuer-die-modellierung-von-entitaeten)
-   [Eine Perspektive erstellen](https://docs.noreja.com/de/article/erstellen-einer-dimension-kausale-hypothese)
-   [Anzahlen und Kardinalitäten](https://docs.noreja.com/de/article/deep-dive-kardinalitaten)
